Familienpaten

FamilienpatInnen verschenken das Westvollste, was sie haben: ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Erfahrung. Sie unterstützen Familien emotional durch ein kontinuierliches und zuverlässiges Beziehungsangebot. Sie knüpfen an die vorhandenen Ressourcen der Familien an und ermutigen diese, ihre eigene Entwicklung positiv und aktiv in den Bick zu nehmen. (Aus den Leitlinien des Netzwerkes Familienpaten Ba Wü)

Familienpaten werden eingesetzt für: • Sehr junge Eltern • Alleinerziehende • Eltern in Trennungs-und Scheidungssituation • Familien, die isoliert leben und kein funktionierendes Netzwerk haben • Familien mit Mehrfachbelastungen wie: Krankheit, Behinderung, Arbeitslosigkeit, Verschuldung, viele Kinder • Familien mit Migrationshintergrund, die noch nicht genügend integriert sind, teilweise auch mit Fluchterfahrungen

Du warst Anker und Juwel im Wochenablauf. Du schenktest mir so kostbare Momente des Ausatmens und Krafttankens“ aus einem Dankesbrief einer Mutter über ihre Familienpatin

Im Rahmen der frühen Hilfen sind die „Familienpaten“ generell zuständig für alle Familien mit Kindern unter drei Jahren, auf Wunsch auch schon während der Schwangerschaft, die eine vorübergehende Unterstützung zur Entlastung benötigen. In besonderen Umbruchzeiten wie nach der Geburt eines oder mehrerer Kinder, bei einem anstehenden Umzug oder bei Trennung der Eltern können sie eine wertvolle Unterstützung sein.

Die „Familienpaten“ sind ein präventives Angebot und wirken in erster Linie bevor aus Belastungen echte Probleme werden! Die FamilienpatInnen bieten Ihre Hilfe interessierten Familien für maximal vier Stunden in der Woche über einen Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr unentgeltlich an. Sie leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“ und schaffen Freiräume, hauptsächlich indem sie die Betreuung der Kinder übernehmen, sodass sich die Familie neu organisieren und ihre Stärken und Möglichkeiten erkennen kann. Bei Bedarf unterstützen die Familienpatinnen die Familie auch dabei, sich am Wohnort gut zu vernetzen. Sollten sich grundlegendere Probleme während der Begleitung der Familie abzeichnen, können die FamilienpatInnen den Familien wichtige Anregungen geben, bei welcher Institution sie die notwendige Unterstützung bekommen können.

Die „Familienpaten“ des Kreisverbandes Esslingen gehören zum landesweiten „Netzwerk Familienpaten“, das in der Zwischenzeit 80 Standorte umfasst. Das Netzwerk gewährleistet den fachlichen Austausch und die stetige Weiterentwicklung der Qualitätsstandards. Die Familienpatinnen erhalten eine sechstägige Schulung sowie einen „Erste Hilfe Kurs am Kind“, bevor sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. Im Laufe ihrer Tätigkeit haben sie darüber hinaus immer wieder die Möglichkeit an Fortbildungen teilzunehmen.

Man braucht also keine besonderen Vorkenntnisse oder Erfahrungen durch eigene Kinder (auch wenn das natürlich hilfreich sein kann) um FamilienpatIn zu werden. Empathie für die Familien und Freude am Umgang mit Kindern ist das Wichtigste. Bei Fragen oder Unsicherheiten werden die FamilienpatInnen direkt vom Kinderschutzbund Esslingen unterstützt.

Sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Familien werden während der Familienpatenschaft von der hauptamtlichen Fachkraft Frau Greiner begleitet, die immer ein offenes Ohr hat und Anregungen und Unterstützung für die PatInnen und Familien bietet.

Sie haben Interesse, sich ehrenamtlich als Familienpat*in zu engagieren oder möchten Sie diese Art der Unterstützung in Anspruch nehmen?                                                            Dann wenden Sie sich bitte direkt an Frau Greiner unter der Telefonnummer 0711- 3515326 oder gerne auch per E-mail: Irmgard.Greiner@ksb-es.de

Der Kinderschutzbund Esslingen e.V. freut sich auf Sie!

Unser FamilienpatInnen-Team besteht aus 22 Ehrenamtlichen und wir freuen uns immer über neue Gesichter! Wieso sie sich engagieren, erzählen ein paar PatInnen hier: